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Wärmepumpen gewinnen in der Schweizer Haustechnik zunehmend an Bedeutung, in Neubauten ebenso wie in Sanierungen. Dieser Beitrag stellt die wichtigsten Systemtypen vor und gibt Hinweise zur Eignung für unterschiedliche Objekte.
Systemtypen im Überblick
Alle Wärmepumpen arbeiten nach demselben Prinzip: sie entziehen der Umgebung Wärme auf tiefem Temperaturniveau und heben sie mit einem Kompressor auf das Niveau des Heizsystems. Unterschieden werden die Systeme nach der Quelle. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzt die Aussenluft, ist am schnellsten installiert und kommt ohne Bewilligung für Bohrungen aus; dafür sinkt ihre Effizienz an sehr kalten Tagen. Die Sole-Wasser-Wärmepumpe bezieht die Wärme über eine Erdsonde aus dem Untergrund, der ganzjährig stabile Temperaturen liefert, und arbeitet dadurch besonders effizient; sie setzt eine Bohrbewilligung und geeigneten Baugrund voraus. Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe nutzt Grundwasser als Quelle und erreicht die höchsten Wirkungsgrade, ist aber an strengere Auflagen und geeignete Grundwasserverhältnisse gebunden.
Eignung in Neubau und Sanierung
Im Neubau ist die Wärmepumpe heute der Normalfall: die Gebäudehülle ist dicht, die Fussbodenheizung arbeitet mit tiefen Vorlauftemperaturen, und genau dort spielt die Technik ihre Effizienz aus. In der Sanierung entscheidet das Zusammenspiel von Hülle und Verteilsystem: Radiatoren brauchen höhere Vorlauftemperaturen, was die Effizienz senkt, aber mit modernen Geräten in vielen Liegenschaften gut beherrschbar ist. Zu klären sind ausserdem der Platzbedarf im Technikraum oder im Aussenbereich sowie der Schallschutz gegenüber der Nachbarschaft, für den Aufstellort und Gerätewahl gemeinsam betrachtet werden. Häufig lohnt es sich, den Heizungsersatz mit weiteren Massnahmen zu koordinieren, damit die neue Anlage nicht für einen Zustand dimensioniert wird, der kurz darauf saniert ist.
Was vor der Beratung zu klären ist
Eine fundierte Empfehlung braucht wenige, aber konkrete Angaben: den Objekttyp und das Baujahr, die beheizte Fläche, die bestehende Heizung mit Baujahr und Energieträger, das Verteilsystem (Fussbodenheizung oder Radiatoren), den Zustand der Gebäudehülle sowie die Platzverhältnisse für Innen- oder Aussenaufstellung. Hilfreich sind zudem die Energieverbräuche der letzten Jahre, etwa aus den Abrechnungen. Auf dieser Basis lässt sich das passende System bestimmen und die Anlage richtig dimensionieren, weder zu knapp noch unnötig gross. Die Fördergesuche von Bund, Kanton und Gemeinde bereitet die Koster AG im Rahmen der Beratung gleich mit vor.
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